www.mein-kind.hexal.deWarum brauchen Kinder spezielle Arzneimittel?
Der kindliche Organismus: Klein, speziell und sehr empfindlich
Die Geschwindigkeit, mit der sich Kinder und Jugendliche verändern, verblüfft Erwachsene immer wieder. Fakten zum Längenwachstum und zur Gewichtszunahme rechtfertigen das Erstaunen allemal. In der Regel sind wie nach der Volljährigkeit mehr als dreimal so groß und mindestens 20-mal so schwer wie als Babys. Zudem machen die Veränderungen, die das Heranwachsen mit sich bringt, auch vor unseren Proportionen nicht halt. Säuglinge sind ohne Frage niedlich. Aber die wenigsten würden sich freuen, wenn ihnen deren Beinlänge und Kopfgröße auch im späteren Leben erhalten bliebe.
Freunde und Verwandte, die die rasche Entwicklung bei Heranwachsenden überrascht, nehmen allerdings nur einen Bruchteil des Reifungsprozesses wahr. Wesentliches, das zum Erwachsenwerden gehört, bleibt den Augen verborgen. So sind selbstverständlich auch unsere inneren Organe in der Jugend kleiner, leichter und anders proportioniert. Kinder haben im Verhältnis zu ihrem Gewicht größere Organe als Erwachsene. So hängt zum Beispiel die Größe von Gehirn, Lungenoberfläche und Leber in erster Linie von der Körperoberfläche ab. Und bei Säuglingen und Kleinkindern ist das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse deutlich größer.
Mit dem Wachstum der Organe treten auch gravierende Unterschiede in deren Funktion auf. Bei Frühgeborenen und Säuglingen ist beispielsweise das Verdauungssystem noch nicht vollständig entwickelt. Hier sind die Säureproduktion im Magen, der Gallenfluss und die Geschwindigkeit, mit der der Speisebrei den Magendarmtrakt passiert, deutlich geringer als bei Erwachsenen. Darüber hinaus sind auch die Niere und die Leber Reifungsprozessen unterworfen. Da sich die Stoffwechselleistung dieser Organe je nach Entwicklungsstadium ändert, verläuft die Entgiftung des Körpers bei Heranwachsenden anders als bei Erwachsenen. Bei Neugeborenen kommt es bei der Verweildauer von schädlichen Substanzen im Körper zusätzlich zu Abweichungen, weil bei diesen die Wassermenge pro kg Körpergewicht um ungefähr 15 Prozent erhöht ist.
Ihr niedriges Gewicht sowie ihre unausgereiften Organe und ihr spezieller Stoffwechsel machen gerade die Kleinsten oft sehr empfindlich gegenüber Umweltgiften und Medikamenten. Da das Immunsystem in jungen Jahren noch nicht voll entwickelt ist, können auch Krankheitserreger Kindern leichter zusetzen als Erwachsenen. Der kindliche Organismus ist also etwas ganz Spezielles, das besonderer Aufmerksamkeit und Pflege bedarf.
Fazit: Die Organe von Kindern, die permanenten Entwicklungsprozessen unterliegen, sind relativ zum Körpergewicht größer als die von Erwachsenen. Unausgereifte Organe, ein veränderter Stoffwechsel und ein unterentwickeltes Immunsystem machen den kindlichen Organismus besonders empfindlich gegenüber Umweltgiften, Medikamenten und Krankheitserregern.





