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Notfall-Verhütung von 6 bis 12 Monate

Notfall-Risiken und Vorsorge

Dieses Alter ist geprägt durch die zunehmende Mobilität Ihres Babys. Es kann rollen, dann krabbeln, sich hochziehen und schließlich laufen und damit Dinge erreichen, die Sie sich vorher nicht vorstellen können – bis etwas passiert ist. Vorausdenken ist deshalb gerade für dieses Alter besonders wichtig.

Eine Lanze brechen möchten wir an dieser Stelle auch für den guten alten »Laufstall«: Sie brauchen einen sicheren Platz, an den Sie Ihr Kind kurz setzen können, wenn Sie an die Tür müssen oder schnell in einem anderen Zimmer etwas holen möchten. Gewöhnen Sie Ihr Baby daran, indem Sie es immer wieder für kurze Zeit mit wenig Spielzeug dort hineinsetzen. Das hat nichts mit »Wegsperren « zu tun, denn es bleibt ja genug Zeit, in der Ihr Kind auch seine Umgebung erkunden darf, wenn Sie wachsam dabei sind.

  • Stürze sind die häufigsten Unfälle von Babys und Kleinkindern!
    Jetzt geht es vor allem darum, die Wohnung noch sicherer zu machen, um gefährliche Stürze zu vermeiden: Sichern Sie Treppen mit festen Gittern und entschärfen Sie möglichst alles, was scharfe Kanten und Ecken hat (Glastische, Heizkörper ohne Verkleidung,…). überlegen Sie, wo Ihr Kind überall hinaufsteigen könnte und sichern Sie besonders die Fenster gegen eine unbeaufsichtigte Öffnung. Das Gitter am Bett muss hoch genug sein, damit Ihr Kind nicht darüber klettern kann. Notfalls lieber einige Sprossen entfernen, damit es so hinaussteigen kann. Kaufen Sie nur einen Hochstuhl mit geprüfter Sicherheit um unbeaufsichtigtes Aussteigen (Gurt) und das Umkippen zu vermeiden und befestigen Sie den Kinderstuhl am besten am Tisch.
  • Bitte keine »Lauflernhilfe« – Gehfrei benutzen!
    Immer wieder passieren schwerste Stürze mit diesen Geräten bis hin zur Todesfolge, weil Kinder damit ungeahnte Geschwindigkeiten erreichen, über Schwellen und Treppen stürzen und schwerste Kopfverletzungen erleiden können. Außerdem sind Lauflernhilfen solcher Art schädlich für die motorische Entwicklung, denn sie fördern ein völlig falsches Bewegungsmuster mit Spitzfußhaltung. Kinder lernen ganz natürlich laufen, indem sie sich an Möbeln, wie dem Laufstall, zum Stehen hochziehen und dann dort entlang gehen. Die einen früher, die anderen später – das spielt keine Rolle! In einigen Ländern wie z. B. Kanada ist der Verkauf solcher Geräte sogar verboten. Und falls Sie eines geschenkt bekommen, versuchen Sie, es zurückzugeben oder bringen Sie es notfalls zum Sperrmüll!
  • Verbrennung, Verbrühung, Vergiftung, Erdrosseln
    All das sind Gefahren, die weiter aktuell sind. Umso mehr, je mobiler Ihr Kind wird. Die kleinen Wirbelwinde sind zu allem fähig!
  • Verbrennung und Verbrühung drohen jetzt vor allem durch heiße Haushaltsgeräte und Kerzen. Bringen Sie rechtzeitig Gitter am Herd an und lassen Sie Kerzen immer nur unter strikter Aufsicht brennen. Sie üben eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Auch Feuerzeuge oder Streichhölzer müssen sicher verwahrt werden.
  • Stromschlag ist eine weitere typische Gefahr für Krabbel- und Kleinkinder, die mit allen Mitteln die Welt erkunden. Steckdosen müssen kindersicher gemacht werden und es dürfen keine losen Kabel und Mehrfachsteckdosen herumliegen. Am sichersten sind »Fehlerstromschutzschalter« in der ganzen Elektroinstallation, die den Strom so rasch unterbrechen, dass nichts passieren kann. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. Kinder müssen und können lernen, dass bestimmte Dinge gefährlich und deshalb tabu sind. Reagieren Sie deshalb von Anfang an mit einem klaren »Nein«, wenn Ihr Liebling sich an Geräten zu schaffen macht und setzen Sie ihn kurz in eine andere Ecke oder in seinen Laufstall, wenn er nicht hört. Auch wenn dies erst mal zu lautstarkem Protest führt. Nur wenn diese Botschaft von Anfang an klar und eindeutig ist und nicht zunächst darüber gelacht wird, weil es so niedlich aussieht, wenn ein Krabbelkind die Stereoanlage bedient, können Sie Ihr Kind vor solchen Gefahren bewahren. Denn Sie können nicht in jeder Sekunde zugegen sein.
  • Ein neuer Auto-Kindersitz ist fällig, wenn Ihr Kind aus dem Alten hinausgewachsen ist. Die offizielle Grenze liegt bei den meisten Babysitzen bei 9 kg. Ideal ist es, wenn auch der nächste Autositz noch gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden kann. Ausführliche Testberichte finden Sie beim ADAC oder bei Stiftung Warentest. Und seien Sie bitte konsequent, auch wenn Ihr Kind noch so quengelt oder die Fahrt nur kurz ist: Nur wenn alle angeschnallt im Auto sitzen, kann die Fahrt beginnen.
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