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Krankheiten bei Kindern

Diphterie

Diphtherie ist eine akute Infektionskrankheit der oberen Atemwege die durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae ausgelöst wird. Sie kommt in westlichen Ländern sehr selten vor, ist aber in Ländern mit schlechten Hygieneverhältnissen keine Seltenheit. Daher sollten Sie, falls Sie in Entwicklungsländern beruflich zu tun haben, Ihren Impfschutz auffrischen, um eine Ansteckung Ihres Kindes zu verhindern.

Bei Babys tritt die Krankheit am häufigsten in der Nase auf (als blutig-borkiger Schnupfen), bei Kleinkindern im Kehlkopf, bei größeren im Rachen. Wichtigstes Zeichen: zusammenhängender, weißlich-grau-gelber Belag auf den Mandeln. Es kann zu lebensbedrohender Atemnot kommen.

Nach dem "Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen" sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod durch Diphtherie namentlich durch den behandelnden Arzt an das zuständige Gesundheitsamt zu melden. Ebenso besteht eine Meldepflicht für den Nachweis des Erregers Corynebacterium diphtheriae. Diese Meldungen werden von den Landesbehörden an das Robert-Koch-Institut in Berlin übermittelt, welches diese Informationen an die WHO weitergibt.

Gut zu wissen:
Die Impfung gegen Diphtherie wird in der Regel in Kombination mit der Impfung gegen Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung durchgeführt

Symptome
  • Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Schlechter, fauliger Mundgeruch (kann leicht süßlich riechen)
  • Entzündung der Mandeln und des Rachens (mit gräulichen Belägen)
  • Geschwollene Lymphknoten am Hals
  • Absinkender Allgemeinzustand
  • Starker Husten
  • Temperaturen bis zu 39° C
Inkubationszeit Ca. 2-5 Tagen (in seltenen Fällen bis zu 8 Tagen)
Ansteckungsgefahr Sehr hoch, wird über Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.
Therapie Da eine erfolgreiche Therapie der Diphterie von einer schnellen Diagnose abhängt, sollten Sie bei Verdacht einer möglichen Erkrankung so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.
  • Eine anschließende Behandlung der erkrankten Person u.a. mit Antibiotika erfolgt in der Regel stationär und unter Isolation im Krankenhaus oder Klinik.
  • Ebenso werden aufgrund der Schwere dieser Krankheit alle Personen aus dem näheren Umfeld und mit denen ein möglicher Kontakt während der Inkubationszeit stattgefunden hat, auf Diphtherieerreger untersucht.
Vorbeugende Maßnahmen Schutzimpfung
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