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Krankheiten bei Kindern

Kopfläuse

Läuse sind etwa drei Millimeter große Insekten. Die Hautparasiten halten sich mit Vorliebe an dicht behaarten Körperstellen auf und leben vom Blut des menschlichen Wirtes. Ihr Biss juckt und reizt die Haut. Ohne ihren Wirt sterben Läuse nach zwei bis drei Tagen.

Bisher nahm man an, dass Läuse sich durch Gegenstände wie Kämme oder Mützen übertragen. Fast immer halten sich Läuse aber nahe der Kopfhaut auf. Sie wandern nur, wenn sie satt sind, aber lediglich bis ans Ende der Haare. Wenn Kinder beim Spiel die Köpfe zusammenstecken, können die kleinen Vampire über sich berührende Haare von Kopf zu Kopf gelangen.

Im Gegensatz zu den Läusen selbst sind deren klebrige, weiße Eier (Nissen) meist gut sichtbar. Sie sind fast einen Millimeter groß und werden an der Basis der Haare nahe der Haut abgelegt. Läuse-Eier sind wasserunlöslich verklebt und lassen sich nicht mit gewöhnlichen Shampoos beseitigen.

Die Wohnung müssen Eltern nicht übertrieben reinigen, weil ihr Kind Läuse hat. Denn wenn Läuse nicht etwa alle drei Stunden Blut saugen, können sie nicht lange überleben, befinden sie sich auf Gegenständen, verhungern sie deshalb rasch.

Gut zu wissen:
"Lausige Zeiten" sind schnell vorbei, wenn betroffene Kinder und Erwachsene schnell und richtig behandelt
Symptome Für die Diagnose "Läuse" reicht eine einfache Untersuchung, die Sie auch selbst durchführen können: Scheiteln Sie das Haar mit einem Kamm Strähne für Strähne auseinander. Häufiger als die Läuse selbst finden Sie die Eier (Nissen). Sie sind mit dem Auge als kleine, weiße oder bräunliche Punkte sichtbar und finden sich besonders in der Nähe der Haarwurzel.
  • Andauernder, unangenehmer Juckreiz.
  • Das Kind ist unruhig, weil die Bisse der Läuse die Haut reizen.
  • Durch das Kratzen wird außerdem Läusekot in die kleinen Wunden gerieben, was die Reizung verstärkt und zu Infektionen führen kann. So können die Läuse Hautveränderungen (Ekzeme) oder Lymphknotenschwellungen verursachen, wenn Bakterien in die Wunden gelangen.
  • Bei genauem Hinsehen kann man die kleinen Biss-Stellen der Läuse auf der Haut erkennen.
Inkubationszeit keine
Ansteckungsgefahr Hoch - insbesondere in Schulen, Kindergärten, Ferienlagern
Therapie
  • Sie können die Präparate gegen Kopfläuse entweder selbst in der Apotheke besorgen oder vom Arzt verschreiben lassen.
  • Meistens sind die Wirkstoffe in speziellen Shampoos enthalten.
  • Eine einmalige Behandlung mit Anti-Läuse-Mitteln ist meist nicht ausreichend, weil einige Nissen diese überleben können. Empfohlen wird daher eine Kombination aus Kämmen (Kamm mit sehr dichten Zinken, mit dem sich sowohl Läuse als auch deren Eier (Nissen) entfernen lassen) und Wirkstoff-Therapie, mit der man die Läuse sicher los wird:
    • Tag 1: Anti-Läuse-Mittel auftragen und Haare nass auskämmen
    • Tag 5: Läuse-Larven aus den nassen Haaren kämmen
    • Tag 9: Anti-Läuse-Mittel auftragen
    • Tag 13: Haare nass auskämmen (Kontrolle)
    • Tag 17: Haare nass auskämmen (Kontrolle)
Laut Robert Koch-Institut (RKI) dürfen Kinder direkt nach der korrekten Behandlung wieder Schule oder Kindergarten besuchen. Die Behandlung muss aber eventuell von den Eltern schriftlich bestätigt werden.
Vorbeugende Maßnahmen KEINE:
Entgegen der früher herrschenden Meinung haben Kopfläuse nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Auch wer sich täglich duscht und die Haare wäscht, kann Kopfläuse bekommen.
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