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Krankheiten bei Kindern

Wunden

Kinder verletzen sich leider schneller und häufiger, als man denkt. Meist sind die Wunden, die vom Spielplatz heimgebracht werden, aber zum Glück harmlos.

Es wird hier unterschieden in:
mechanisch verursachte Wunden, wie Schnittwunde, Stich-, Hieb- oder Bisswunde, Schürf-, Riss-, Quetsch- oder Platzwunde

thermische Wunden werden in der Regel verursacht durch Verbrennungen, Verbrühungen oder Erfrierungen

chemische Wunden gleichen vielfach den Brandwunden - Verätzungen durch Säuren oder Laugen.

Strahlenwunden kommen durch Verstrahlung durch ionisierende Strahlen wie Röntgenstrahlen oder durch radioaktive Isotope zustande.

Da jede Wunde spezifisch ist, gibt es lediglich grobe Therapiemaßnahmen, welche von Fall zu Fall so unterschiedlich wie die zu behandelnde Wunde ausfallen können. Bitte denken Sie bei einer "mechanisch verursachte" Wunde immer auch an den Tetanusschutz!

Gut zu wissen:
Oberflächliche Wunden heilen in der Regel rasch. Bei größeren Verletzungen können auch tiefer liegende Strukturen wie Sehnen oder Knochen in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb sollte jede Wunde vorsichtig freigelegt werden, um ihr Ausmaß und ihre Beschaffenheit zu prüfen.
Symptome Unterschiedlich – je nach Art der Wunde
Inkubationszeit nein
Ansteckungsgefahr nein
Therapie Damit Blutungen gestillt und Verunreinigungen verhindert werden, müssen Wunden gut versorgt werden.
Berühren Sie die Wunde nicht mit bloßen Händen, um sie nicht zu verunreinigen. Am besten, Sie verwenden Einmalhandschuhe.
  • Waschen Sie eine Wunde niemals mit Wasser aus (Ausnahme: Verbrennungen und Verätzungen).
  • Überlassen Sie das Entfernen von Fremdkörpern aus der Wunde einem Arzt.
Vorbeugende Maßnahmen Erste-Hilfe-Kurse z. B. beim Deutschen Roten Kreuz helfen die Unsicherheit bei einem Notfall zu überwinden und gibt Informationen über gezielte Erste Hilfe.

Beispiele von häufig auftretende Wunden:

    Schürfwunden:
  • Am häufigsten treten bei Kindern Schürfwunden auf. Diese hinterlassen keine Narben, sind in der Regel aber sehr schmerzhaft. Reinigen Sie die Wunde mit einem desinfizierenden Mittel aus der Apotheke.
  • Sie können nun ein atmungsaktives (Sprüh-)Pflaster auftragen oder eine Wundauflage mit einer Mullbinde fixieren.
  • Handelt es sich um eine nässende Schürfwunde, können Sie auch eine Salbenkompresse auflegen.
    Schnittwunden:
  • Im Falle einer Schnittwunde sollten Sie diese kurz bluten lassen, damit Keime und Schmutz raus fließen können. Sie können die Wunde (z.B. mit Polyvidon-Jod aus der Apotheke) desinfizieren und anschließend mit einem Wundverband bedecken.
  • Größere Schnittwunden sollten unbedingt vom Arzt untersucht werden.
    Bisswunden:
  • Bisswunden müssen wegen der großen Infektionsgefahr immer vom Arzt untersucht werden. Denken Sie bitte in einem solchen Fall an eine Tollwutimpfung.
    Stichwunden:
  • Auch Stichwunden, die durch Messer, Nägel oder Glasscherben verursacht wurden, müssen vom Arzt untersucht werden.
  • Überlassen Sie das Herausziehen der Fremdkörper immer dem Arzt!
    Platzwunden:
  • Platzwunden passieren bevorzugt am Kopf auf und müssen ebenfalls vom Arzt versorgt werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme können Sie eine Kompresse auflegen und diese fixieren.
    Verbrennungen:
  • Löschen, Kühlen, Notruf - dies sind die drei Schritte die Sie in der Reihenfolge anwenden sollten, wenn Verbrennungen der Haut vorliegen.
  • Brandwunden sollten Sie mit Wasser (nicht zu kalt, ca. 20°C) und feuchten Tüchern bis zu 1 Stunde nach dem Unfall kühlen und danach steril abdecken.
  • Brandblasen sollte man nicht öffnen und bei Verbrühungen sollte man schnellstmöglich die Kleidung entfernen.
  • Bei Verbrennung/Verbrühung an Händen, Füßen, Gesicht und Genitalbereich immer ein Krankenhaus aufsuchen bzw. den Notarzt rufen!

Mehr Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen finden Sie auch unter Kind und Notfall

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