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Krankheiten bei Kindern

ADS/ADHS

ADHS ist die Abkürzung für "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Störung" und bezeichnet im Kern eine neurologisch bedingte Störung, die durch erhebliche Beeinträchtigungen der Konzentration und Daueraufmerksamkeit, durch Störungen der Impulskontrolle und teilweise durch motorische Hyperaktivität bzw. Unruhe gekennzeichnet ist.

ADHS zeigt sich meist im Kindesalter durch beginnende Verhaltensauffälligkeit und wurde bereits im letzten Jahrhundert vom Frankfurter Psychiater Dr. H. Hoffmann im berühmten "Struwwelpeter" dargestellt. Der englische Kinderarzt hat zu Beginn des Jahrhunderts dieses Krankheitsbild erstmals wissenschaftlich beschrieben und dargestellt, dass die Ursachen nicht in einer schlechten Erziehung oder ungünstigen Umweltbedingungen liegen, sondern angeboren sind.

Heute wird als Ursache für ADHS eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung des Gehirns angenommen, die sich vor allem in Hirnabschnitten befindet, die übergeordnete Steuerungs- und Koordinationsaufgaben in der Informationsverarbeitung des Gehirns haben.

Durch diese Störung kann das Gehirn unwichtige innere und äußere Reize schlecht verarbeiten und ausfiltern. Gerade diese Filterfunktion ist sehr wichtig für die Steuerung des Verhaltens. Sie ermöglicht es, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, sich auf eine Sache zu konzentrieren ohne sich durch äußere Reize ablenken zu lassen. Fehlt sie, leidet Ihr Kind an einer "chronischen Reizüberflutung" und einer ungenügenden "inneren Bremse".

Gut zu wissen:
Unbehandelt kann sich ADHS negativ auf die kindliche Entwicklung, Schullaufbahn und Berufsausbildung auswirken. An den entsprechenden Folgen, die bis hin zum sozialen Abstieg reichen können, leiden die Kinder noch im Erwachsenenalter.
Symptome
    Motorische Unruhe
  • Schwierigkeiten still zu sitzen
  • Ständiger Bewegungsdrang
  • Zappeligkeit und Unruhe
    Kurze Aufmerksamkeitsspanne
  • Mühe mit der Daueraufmerksamkeit
  • Schwierigkeiten begonnene Aufgaben oder Spiele zu Ende zu führen
  • Leichte Ablenkbarkeit durch äußere Reize
    Impulsivität
  • Keine Gedanken- bzw. Ideenkontrolle
  • Herausplatzen mit Antworten bevor die Frage zu Ende gestellt wurde
  • Störendes Verhalten gegenüber anderen
  • Schwierigkeiten bei Wartesituationen
Therapie Die Therapie muss auf folgenden Säulen aufgebaut sein:
  • Beratung und Psychotherapie mit dem Kind· Elternberatung
  • Beratung von Kindergarten und Schule
  • Behandlung mit Medikamenten
Erfahrungen und verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Kombination von psychosozialen Behandlungsprogrammen und Therapie mit Medikamenten die größten Erfolge zu verzeichnen haben.
Vorbeugende Maßnahmen keine

Mehr Informationen und Tipps für den Alltag zu ADS/ADHS finden Sie unter www.adhs.hexal.de
Nützliche Adressen und ADHS-Selbsthilfegruppen
Downloads zum Thema ADHS
ADHS Patientenbroschüre - "Wissenswertes über ADHS"

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