www.mein-kind.hexal.deKrankheiten bei Kindern
Epilepsie
Die Epilepsie ist die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Etwa 5 % aller Menschen haben im Laufe ihres Lebens einen epileptischen Anfall. Eine aktive Epilepsie entwickeln hingegen in Europa etwa 0,6 bis 1% der Bevölkerung, dies entspricht in Deutschland ca. 500.000 – 800.000 Menschen.
Bei der Epilepsie handelt es sich nicht um eine Erkrankung die gleichbedeutend mit einer geistigen Behinderung ist oder von der Intelligenz oder dem sozialen Status abhängt. Und sie ist nicht ansteckend. Es ist vielmehr eine der häufigsten chronischen, neurologischen Erkrankungen, die sich in den so genannten epileptischen Anfällen äußert. Aber: Nicht jeder Anfall muss Anzeichen einer Epilepsie sein. Es gibt auch eine Reihe von Anfällen, bei denen es sich nicht um eine Epilepsie handelt.
Epileptische Anfälle entstehen, wenn Nervenzellen gleichzeitig falsche Botschaften aussenden, das führt zu Muskelzuckungen und -krämpfen. Bei den Krampfanfällen besteht die Gefahr, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt, was sich auf Dauer sehr schädigend auswirken kann. Hat Ihr Kind einen von den unten (s. Tabelle unten) beschriebenen Anfällen, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.
Nach dem ersten Anfall kann, nach mehreren Anfällen sollte eine Therapie begonnen werden. Medikamente und andere Therapieformen zur Behandlung einer Epilepsie sind weniger erfolgreich, wenn Anfälle und ihre Folgeerscheinungen schon länger bestehen. Wird keine Therapie begonnen, steigt das Risiko einer Gefährdung. Eine Ausnahme davon sind sehr seltene Anfälle (weniger als 2 Anfälle) pro Jahr. Hier wird Ihr Arzt den Nutzen gegen die Risiken einer Therapie abwägen.
| Symptome | Man unterscheidet
bei den epileptischen Anfällen in zwei Arten: Kleiner Anfall (Dauert wenige Sekunden)
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| Therapie | Hat Ihr Kind einen von den oben beschriebenen Anfällen, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.
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| Vorbeugende Maßnahmen | Eine allgemeingültige Prävention für
eine Epilepsie gibt es nicht. Besteht allerdings die Diagnose Epilepsie, ist die Prävention:
möglichst wenige starke Reize für das Gehirn (z.B. Fernsehen, direkte Sonneneinstrahlung…).
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Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall
Wie können Sie sich als Anwesender verhalten, wenn in Ihrer Umgebung jemand einen epileptischen Anfall erleidet?
- Bewahren Sie Ruhe! Ein einzelner Anfall wirkt bedrohlich, ist aber nicht gefährlich, und er hört normalerweise von selbst wieder auf (Dauer 1 - 2 Minuten).
- Registrieren Sie die Dauer des Anfalls.
- Schaffen Sie Gegenstände zur Seite, die für den Epilepsie-Patienten eine Verletzungsgefahr darstellen können.
- Lockern Sie sehr enge und einschneidende Kleidung.
- Schieben Sie nichts zwischen die Zähne.
- Halten Sie nicht Arme und Beine fest.
- Führen Sie keine Beatmung durch.
- Schützen Sie die Person vor Unterkühlung.
- Nach einem Anfall ist der Patient oft schwer erweckbar und müde. Er erholt sich aber wieder von selbst. Bieten Sie ihm Hilfe und/oder Begleitung an.
- Bringen Sie die Person nach einem Anfall in die stabile Seitenlage.
- Ein Arzt muss gerufen werden wenn,
- der Anfall länger als 10 Minuten dauert.
- das Gesicht blau angelaufen ist.
- wenn die Zuckungen nur vorübergehend abklingen
- die Verwirrtheit nach dem Anfall länger als 30 Minuten andauert.
Epilepsie und Schule
Eine Epilepsie ist kein Hinderungsgrund, Ihr Kind auf eine Regelschule zu schicken. Die Wahl der Schulform sollte von der geistigen Leistungsfähigkeit, den Neigungen und den Forderungsmöglichkeiten des Kindes abhängig gemacht werden.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, auf welche Schule Sie Ihr Kind schicken, sollten Sie eine Testung durchführen lassen. Steht Ihr Kind vor der Einschulung, wenden Sie sich direkt an die Grundschule und fragen sie dort nach den Möglichkeiten. Auch in zahlreichen Kindergärten werden derartige Tests angeboten. Dasselbe gilt auch, wenn Ihr Kind vor dem Übertritt in eine weiterführende Schule steht.
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